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TF1953
 Beitrag#61   Betreff: Re: Defektes Radlager?
Verfasst: 03.06.2026, 23:22 
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14.06.2026, 20:05
Nun, ich war auch nicht begeistert, aber so war alles an einem Tag (mit Original-Ersatzteilen) erledigt und Harry hat's preislich ganz richtig nachvollzogen.
Ich schraube sonst auch gerne und mach' sowas normalerweise selber, aber ich hatte in diesem Fall einfach keine Zeit dafür und wollte pünktlich eine geplante Reise antreten. Zudem hatte ich keine Lust all die Teile (und Werkzeuge) zu besorgen um dann im Zuge der Reparatur feststellen zu müssen, dass noch mehr zu ersetzen ist (z.B. Dämpfer). Wieder nachbestellen...
Wir fahren halt ein teures Motorrad mit teuren Ersatzteilen. Manche schrauben nicht sicherheitsrelevantes Zubehör um dieses Geld ans Motorrad.



Beste Grüße
Helmut

Puch DS50 / Zündapp KS50 / Yamaha RD 350 / Intruder VS1400 / Bandit 1200 S / FJR RP13A
und als Zweitfahrzeug PUCH 250 TF Bj. 1953

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FJRHarry
 Beitrag#62   Betreff: Re: Defektes Radlager?
Verfasst: 04.06.2026, 01:15 
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14.06.2026, 20:05
Übrigens ist der größte Feind von Radlagern der Hochdruckreiniger. Und selbst wenn man selbst kein solches Gerät zur Motorradreinigung verwendet, sollte man in der Werkstatt aufpassen. Dort wird das Motorrad oft "als Kundenservice" bei der Wartung gereinigt, und dabei kommt tatsächlich dann ein Hochdruckreiniger zum Einsatz.
Ich habe mich einmal bei einem Werkstattbesuch mit einem dieser Mitarbeiter darüber unterhalten; der reinigte gerade das Motorrad eines Kunden und er richtete die Sprühlanze aus kurzer Entfernung auf die vorderen Radlager. Er zuckte nur mit den Schultern. Seine Reaktion war: „Na ja, wenn die Lager dadurch kaputtgehen, müssen sie eben neue einbauen.“ :oh:



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Entschuldige bitte mein Deutsch, bin Holländer ;-)
(der jetzt aktuell eine RP23 AS fährt; davor eine RP04, eine RP13 und eine RP23A)

Übrigens, keiner weiß alles, aber zusammen wissen wir ziemlich viel...... :denk:

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noppe
 Beitrag#63   Betreff: Re: Defektes Radlager?
Verfasst: 04.06.2026, 10:04 
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14.06.2026, 20:05
Hallo
ich hatte vor kurzem eine Honda cbr1000rr in meiner Hobbyhalle.
Der Eigentümer sagte mir das es ganz schön schäppert beim fahren.
Schon beim lösen der Achsmutter musste ich eine Verlängerung aufsetzen, so fest war sie.
Ich habe dann beide Lager gezogen und festgestellt das alles was da rein gehört
z.T. nicht mehr vorhanden war und zusätzlich ein Auge auf die Hülse (Aluminium) zwischen den Lagern geworfen.
Hochdruckreiniger war hier bestimmt auch nicht untätig.

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Die Hülse war so gestaucht vom anziehen der Achsmutter das die Lager keine Chance hatte lange zu leben.
Dann sagte ich ihm das es keinen Sinn macht sie mit der Hülse wieder zu komplettieren.
Neue bestellt bei Honda im WWW, 5 Tage später war sie dann da. Alles wieder normal angezogen zusammengebaut.
Oft ist es so das die Reifenbuden keine Ahnung von den Dingen haben, die können Reifen aufziehen, das war es dann aber schon.
Es gibt bestimmt auch ausnahmen.



_______________________________________________________
Viele grüsse von Noppe
RP08-EZ5/2003 - Aktuell Km Stand 191000

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TF1953
 Beitrag#64   Betreff: Re: Defektes Radlager?
Verfasst: 09.06.2026, 11:41 
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Beiträge: 971
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05.11.2015, 21:32
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14.06.2026, 20:05
Zitat: noppe
...
Oft ist es so, dass die Reifenbuden keine Ahnung von den Dingen haben, die können Reifen aufziehen, das war es dann aber schon.
Es gibt bestimmt auch Ausnahmen.

Für die Ursachenforschung bei Hinterachsspiel und weil anscheinend nicht nur Reifenbuden (Schlampigkeits-)Fehler machen:

Weil ich in diesen Dingen aus Erfahrung eher misstrauisch bin, wollte ich nach der Lagerreparatur in der YAMAHA-Werkstatt zum Vergleich "vorher/nachher" zu Hause die Spielfreiheit auf dem Hauptständer mittels "Wackelprobe" überprüfen (bei der Abholung macht man das ja eigentlich nicht, oder?).
Ich bin erst einmal ein wenig erschrocken, da war doch glatt immer noch minimales Spiel vorhanden! Erst nachdem ich die Klemmschraube gelöst und die Achsmutter mit den vorgeschriebenen 125 Nm nachgezogen hatte (und da ging noch einiges), war dann absolute "Ruhe im Gebälk".

Dass sich diese nach 75 km Heimfahrt wieder tw. gelöst haben könnte, kann ich mir nicht vorstellen...



Beste Grüße
Helmut

Puch DS50 / Zündapp KS50 / Yamaha RD 350 / Intruder VS1400 / Bandit 1200 S / FJR RP13A
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ManfredA
 Beitrag#65   Betreff: Re: Defektes Radlager?
Verfasst: 09.06.2026, 12:02 
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14.06.2026, 20:05
Hallo Helmut, du hättest mal prüfen sollen welches Drehmoment die Achsmutter hatte, also bei welchem eingestellten Drehmoment der Drehmomentschlüssel knackte..
Und damit hätte ich deinen Werkstattmeister mal ganz gewusst konfrontiert. :warn:
Es ist schlichtweg zum :kotz: wenn man für sein Geld nicht die auch sicherheitstechnisch vorgeschriebene Leistung erhält. Aktuelles Beispiel erst kürzlich bei einer RP11: Seit vielen Jahren den Bremsflüssigkeitswechsel ohne ABS Spülung und ohne Reinigung der Bohrungen im Behälter und vollständiges Absaugen.... .

Zum Glück gibt es aber auch noch Klasse-Werkstätten!
Eine der auch von @noppe angesprochenen "Rühmlichen Ausnahmen" habe ich dort im Mitgliederbereich viewtopic.php?f=47&t=15700 mal genannt;
Alle Schrauben penibelst mit vorgeschriebenem Drehmoment angezogen und alle Teile, auch Bremsbeläge, kontrolliert :yes:



- FJR1300A RP11 in GalaxyBlue (DPBML); 224500km, Erstbesitzer, Conti Road Attack 3 GT, 30mm Heckhöherlegung, Zumo550, Baehr-Anlage Verso XL, PMR-Funk, Puig-Scheibe, individualiserte+höhere Sitzbänke von Topsellerie + div. Anbauten.

- BMW R 1250 GS im HP-Style, 34500km, EZ 5/2020, Zweitbesitzer, Pirelli Scorpion Trail 2, ZumoXT, TT-Hecktasche, bei Bedarf Vario -Koffer+ -TC, Jungbluth-Sitzbankumbau + div. Anbauten. Beides TK- bzw. VK- versichert bei unserer :link: FJR-Tourer Club-Versicherung.
:muetze: ...sei dabei beim :link: 10. FJR-Tourer Deutschland-Treffen 2028 im Allgäu .
viele Grüße von der Mittel-Mosel, Manfred

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TF1953
 Beitrag#66   Betreff: Re: Defektes Radlager?
Verfasst: 09.06.2026, 20:05 
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05.11.2015, 21:32
Ortszeit:
14.06.2026, 20:05
Servus Manfred!

Nun, leider hatte ich in der ersten Verwunderung einfach vorab eine normale 1/2-Zoll-Knarre angesetzt und dabei natürlich schon mal ein Stück weit fester angezogen. Erst dann kam mein (erst kürzlich überprüfter) Drehmomentschlüssel mit 125 Nm zum Einsatz. Ich schätze mal, dass die Mutter letztendlich nur mit max. 80-90 Nm angezogen war.

Welche Ausreden hätte die Werkstatt auf meine Reklamation gehabt? Vermutlich, dass sie eh alles ordnungsgemäß gemacht haben; bezweifelt, ob mein Drehmomentschlüssel überhaupt richtig funktioniert; usw.
Nachdem jetzt wieder alles fest und leichtgängig ist, war mein Ärger doch bald verflogen. Aber du hast recht, man zahlt ja auch eine Menge Geld für deren Arbeit. Ich werd' denen trotzdem mal auf die Zehen treten...

Man merkt übrigens, dass die Werkstätten mit den oft vertraglichen Vorgaben scheinbar alle unter enormem Zeitdruck stehen und auch Personalprobleme haben. Mittlerweile sollte man schon fast bei jeder Arbeit daneben stehen bleiben, nur darfst du das nirgends. Das Problem war ja auch, um diese Jahreszeit überhaupt kurzfristig einen Termin zu bekommen.



Beste Grüße
Helmut

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fjrmatzi
 Beitrag#67   Betreff: Re: Defektes Radlager?
Verfasst: 09.06.2026, 20:47 
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14.06.2026, 20:05
Zitat: TF1953
Mittlerweile sollte man schon fast bei jeder Arbeit daneben stehen bleiben, nur darfst du das nirgends.


Da würde ich mein Moped nicht hin bringen.Kläre den Punkt beim Fahrzeug kauf immer ab,wenn nein dann kein Deal.



CIAO Matthias

2001-2009 RP04 Silber 137542KM
ab 2009 RP13a Graphite 238590KM
SBL,DRS4,Stahlfex,E.Schwarz Schwinge und Umlenkungsumbau und Lenkkopflager,Abgaskrümmer mit Meßanschlüssen,Meissner Kühlerschutz,Nivomat Federbein,Top Block Crashpad,Ladesteckdose,Garmin ZŪMO XT,Nebelscheinwerfer,SW-Motech Alu Rack mit Adapterplatte und Givi V47 Topcase,ABM Synto Brems-Kupplungshebel,V-Stream Scheibe geändert,weiße Blinker vorne,asphärische Spiegelgläser,Kotflügelverlängerung,Baehr Sitzbank mit Heizung(Winter),Top Sellerie Sitzbank,Doppel USB Steckdose.JMT LIFEPO.

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noppe
 Beitrag#68   Betreff: Re: Defektes Radlager?
Verfasst: 09.06.2026, 20:51 
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Hallo
ich weiß jetzt nicht ob ich das überhaupt sagen soll, ich besitze gar keinen
Drehmomentschlüssel und hatte noch nie Probleme mit losen Schrauben oder so.
Die hintere Achse hat als Abstandhülse auch eine Stahlhülse die man ordentlich fest ziehen kann.
Bei der vorderen Achse sieht das schon anders aus, hier ist eine ALU Hülse und die ist schnell gestaucht.
Früher in meiner Ausbildung wurde die Schraube mit der Knarre im Handgelenk angezogen,
danach dann 1 X 30 Min und danach 1 X 15 min, wer das noch kennt ist mindestens schon in Rente. :lol:



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FJRHarry
 Beitrag#69   Betreff: Re: Defektes Radlager?
Verfasst: 09.06.2026, 22:01 
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14.06.2026, 20:05
Manchmal braucht man aber tatsächlich eigentlich einen Drehmomentschlüssel. Die hintere Radmutter zum Beispiel hat ein Drehmoment von 125 Nm, und das ist ganz schön viel; ohne Drehmomentschlüssel würde ich sie nicht einmal so fest anziehen.

Oder die beiden M10-Schrauben, mit denen die linke Fußstütze/der Seitenständer befestigt ist; das Drehmoment dafür beträgt 65 Nm, und bei feinen Gewinden in Aluminium ist das so viel, dass ich es wahrscheinlich nicht wagen würde, sie ohne Drehmomentschlüssel fest genug anzuziehen.



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ManfredA
 Beitrag#70   Betreff: Re: Defektes Radlager?
Verfasst: 10.06.2026, 19:36 
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Zitat: noppe
....ich besitze gar keinen
Drehmomentschlüssel und hatte noch nie Probleme mit losen Schrauben oder so.....
:


Ich sag's mal andersrum :
Ich arbeite sehr viel mit Drehmomentschlüsseln :isso: ;
das Problem sind m.E. nicht die sich lösenden Schrauben, da gibt's ja Schraubensicherung, sondern die kaputten Gewinde wenn man nicht das nötige Gefühl hat oder genau die Werkstoffe kennt in die geschraubt wird oder mit denen verschraubt wird.
Ich bin eben kein ausgebildeter Kfz-Mechaniker und das was ich kann das habe ich mir selber beigebracht, gezeigt bekommen oder abgeschaut.
Beruflich habe ich viele Jahre bis zur Meisterprüfung mit viel filigraneren Sachen zu tun gehabt, und für mich ist der Drehmomentschlüssel somit ein nützliches Utensil um die verrichteten Arbeiten gemäß Herstellervorschriften korrekt auszuführen und dabei kein Risiko einzugehen.

Typisches Beispiel sind z.B Ölablassschraube, Halteschrauben der Bremssättel, Achsmuttern, Achsklemmungen oder Zündkerzen!
Dass man einen Ölfilter nur handfest anzieht ist mir auch klar und das weiß ich auch und ich weiß auch was handfest bedeutet, aber ich wüsste jetzt nicht vom Gefühl her genau was der Unterschied zwischen 110 und 125 Newtonmeter oder zwischen 30 und 40 Newtonmeter ist... . :isso:
Und wenn ich z.B bei meiner FJR schon 30 mal Ölwechsel gemacht habe und die Ölablassschraube immer noch in Ordnung ist oder schon 30 mal die Bremssättel wieder angeschraubt habe und das Gewinde immer noch top ist obwohl die Dehn- Schrauben schon mal getauscht wurden, oder immer noch die erste Achse inklusive Achsmutter verwendet wurde,, dann spricht das für mich.
Also
:voila: Drehmoment-Schlüssel zu benutzen ist sicher keine Schande! :holy:



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